Erinnern an die Hamburger Swing Szene

Tornado Rosenberg ist seit Jahren ein sehr aktiver Musiker, Bandleader und Konzertorganisator. Dabei beschränkt sich der Hamburger, der schon als Kind im berühmten Sissi-Orchester seines Vaters mitwirkte, nicht darauf, das Repertoire seines Vorbildes Django Reinhardt virtuos und in rasendem Tempo wiederzugeben. Rosenberg ist in vielen Musikstilen vom Schlager bis zum amerikanischen Swing zu Hause. Daneben hat er seit Anfang der 80iger Jahre seine Stimme immer wieder für politische Anliegen erhoben – sei es im Duo Z für die Rechte der Sinti und Roma oder bei der Tournee „Künstler für den Frieden“ mit Harry Belafonte und Joan Baez.

In diesem Mai nun erinnert Rosenberg gleich in zwei Veranstaltungen an das Schicksal der deutschen Swing-Szene in der Nazizeit. Die erste am 18. Mai mit dem Titel „Swing tanzen verboten“, in der Krypta des Hamburger Michel organisiert er selbst und hat dafür Zeitzeugen und Musiker eingeladen.

Am 29.5. tritt Rosenberg in der Universitätsbibliothek auf, wenn der Asta unter dem Motto „I Got Rhythm“ – Swing heute und gestern“ im Lichthof die Ausstellung „GEGENWELTEN – Swing in Hamburg, Hans Leipelt und die Weiße Rose“ mit Originalen des Zeichners Niels Schröder eröffnet.

Und schließlich lädt Rosenberg noch am 11.5. zur Swing&Dance-Night in die Christuskirche Eimsbüttel ein.

Wer mehr über dieses Urgestein der aktiven Hamburger Swingszene erfahren möchte, kann es dies in diesem informativen Portrait des Hamburger Abendblatt tun. Oder auf eines der Konzerte gehen:

 

 

 

11.5. Swing&Dance Night, 20 Uhr, Christuskirche Eimsbüttel, Eintritt 10/5 Euro

18.5. „Swing tanzen verboten“ – Erinnern an die Hamburger Swing Szene von 1933 bis 1945. 19 Uhr, Krypta im Hamburger Michel, Eintritt frei – aber nur mit Platzkarte (erhältlich im Michel)

29.5. „I Got Rhythm“ – Swing heute und gestern“, 19 Uhr, Staats- und Universitätsbibliothek, Von Melle Park 3, 20146 Hamburg

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