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Kokosöl aus Bali

31. Juli 2017   Cindy Hutabarat   Essen  

Wir haben Familie Made in Sangeh auf Bali besucht und gesehen, wie naturbelassenes Kokosöl auf traditionelle Weise hergestellt wird.

 

Zuerst werden die ca. 4 Monate alten Kokosnüsse geschreddert. Das machte man früher mit einem scharfen Messer, aber heute benutzt Familie Made lieber eine Maschine, die im offenen Raum des Nebenhauses steht.

Der Vater der balinesischen Familie drechselt die Kokosstücke samt Fleisch und dünner Haut durch die Maschine bis alles grob geraspelt ist.

Derweil kocht das zuvor entnommene Kokoswasser in einem Topf, welches auf einem urigen Feuer köchelt. Der Herd wird traditionell mit getrocknetem Kokos erhitzt. Holz aus der umliegenden Umgebung oder aus dem eigenen Garten wird dazugelegt.

Sobald das Kokoswasser erhitzt ist, wird dieses in eine Schüssel voll Kokosraspeln hineingegeben. Durch Kneten und Wringen versucht man den Saft aus den Raspeln zu drücken, woraus später Kokoscreme und -öl gewonnen wird.

Dies passiert genau zweimal, das reicht, um weiterzumachen.

Der Sud wird dann auf dem offenen Feuer erhitzt und köchelt ca. Zwei Stunden vor sich hin. Auf kleiner Flamme.

So langsam trennt sich der Inhalt von einander und durch die Wärme entsteht ein wohltuenses Aroma. Die Creme sammelt sich am Boden, während das Öl an die Oberfläche steigt.

Die Crème wird für verschiedene Kochrezepte weiter verwendet. Das gewonnene Öl verwendet Familie Made sowohl für warme als auch kalte Gerichte. Es hat ein sanftes Aroma und schmeckt besonders gut, wenn man es über seinen Reis oder Salat tröpfelt. Lecker!

Kelapa heißt Kokosnuss auf indonesisch – Nyuh auf balinesisch. Familie Made spricht lieber die eigene Sprache. Und es wird ein bißchen gelacht, weil wir unseretwegen gleichzeitig englisch, deutsch, indonesisch und balinesisch sprechen.

Nun dauert es 2 Stunden bis das Öl abgeschöpft werden kann. Es duftet angenehm und lecker.

Die Mutter schöpft die ursprünglichen 11 Kokosnüsse, aus denen nun 1 Liter öl gewonnen wurde und gießt alles in einen Kanister für uns. Wunderbar!
Suksema 🙂 (balinesisch: Dankeschön!)

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